Mittwoch, Oktober 05, 2022

Dass man auch 600km an einem Stück fahren kann beweist unsere Marathon Frau Elke Morlok. Hier ihr Bericht.

Nix für luschen ist die Allgäu Rundfahrt der Ara München.

Warum sehen die Ein 600-er Brevet (6700 Hm) das wie die anderen Brevets der ARA Muc am Röcklplatz, München morgens um 8:00 h startet. Während andere noch im Bettchen liegen tummeln sich heute am 31.05.2019, ab 6:30 h Vollblutrandonneure schon fröhlich in der Bäckerei Zöttl. Das Brevet schließt die Superrandonneur-Serie und Qualifikation für den berühmtesten Fahrradmarathon Paris-Brest-Paris oder scherzhaft die Olympiade der Randonneure (https://aramuc.de/infos/paris-brest-paris-2019), ab. 

Das Zeitlimit beträgt 40 Std. 

Meine Unruhe von den Tagen zuvor was den Rad- und Materialcheck betrifft ist nichts mehr zu spüren und Freude kommt auf. Jörg erzählt uns noch ein paar aktuelle Fakten zu der Strecke und den Kontrollstellen und bittet mich, das Geburtstagskind zu Ihm zu kommen. Freudestrahlend überreicht er mir 2 in Geschenkpapier eingepackte Bananen und alle applaudieren und gratulieren.

Von München aus geht es zunächst Richtung Starnberger See nach Penzberg, vorbei an der Wieskirche, man lässt Neuschwanstein vor Füssen links liegen. Über die Dreiangel Hütte, wo wir uns Schmankerl und alkfreies Weißbier genießen (am Abend gäbe es noch Hüttenmusik), gelangen wir nach Sonthofen und radeln dann über Rohrmoos und Sibratsgfäll nach Hittisau. Oberstaufen, Eglofs, passieren Wangen und erreichen Ravensburg. Hier gönnen wir uns ein 20-minütiges Power-Napping im Macki. Dann ist man schon am Wendepunkt in Pfullendorf, fahren über Bad Saulgau, die Stille der Nacht weicht, ein heller Streifen am Horizont, dünne Nebelschwaden in den Mulden der Wiesen, die Vögel zwitschern, kurz vor Biberach öffnet in einem kleinen Dorf vor uns die Bäckerei und wir genießen den Cafe und Gebäck. Lecker!! 

Weiter führt uns die Strecke an Mindelheim vorbei.

Jörg hat bei der Planung der Strecke mal wieder sehr viel Liebe ins Detail gesteckt, viele Nebenstraßen und Wirtschaftswege kombiniert, nur selten begegneten uns Autos, dafür einige steile Rampen die uns Vollblutradler freudig in die Pedale stemmen lassen und dabei unterhalten wir uns noch fröhlich über Gott und die Welt.  

Die letzten Kilometer führten über das Würmtal zurück nach München wo wir tatsächlich nochmal das Tempo anzogen und Werner Stock und ich (Elke) kamen gemeinsam am Abend strahlend im Ziel an. Genossen das alkfreie Bierchen, sahen uns an und ein Gefühl von Stolz und Glück erfüllte uns. 

Nun sehne ich mich schon nach der Ausfahrt Dachau – Riva mit euch und freue mich auf die Magie von P-B-P.