Mittwoch, Oktober 05, 2022

Rund um Gunzenhausen

Fränkisches AbendmahlZum 5. Mal unternahmen die Ruheständler ihre Radsportwoche, die diesmal wieder ins Frankenland - Bereich Mittelfranken - führte. Als festen Standort hatten wir den Ort Gunzenhausen ausgewählt um den westlichen Teil des Altmühltals im Bereich Altmühlsee und Brombachsee kennenzulernen.Leider konnte unser Franke Schorsch Wack aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen, der den folgenden Bericht aus der Kenntnis seiner Heimat noch sachkundiger hätte verfassen können.

Die Teilnehmer Rudi Wimmer, Schorsch Gasteiger, Hans Seelos und Herbert Brunnhofer begaben sich im Radldress samt Tourenrädern am Montag, dem 08.07. zum Bahnhof in Dachau, um mit dem Regiozug nach Treuchtlingen zu fahren und von dort die ca. 30 km nach Gunzenhausen bereits per Rad auf dem Altmühl-Radweg zurückzulegen.Dort wartete Rudi Heinen bereits mit dem Gepäck aller Teilnehmer, er hatte wie in den Jahren vorher den Transport mit dem PkW übernommen.
Nach einer Mittagspause im Hotel und Gasthof Krone, das wir während der Woche als gute Wahl bzgl. Essen und Schlafen kennenlernten, begaben wir uns auf eine "Einfahr-Runde" zum nahegelegenen Altmühlsee. Nach einer Kaffeepause kehrten wir ins Hotel zurück, um die Touren für die nächsten Tage zu planen.

Für den Dienstag hatten wir den Ort Herrieden, der am Oberlauf des Altmühl liegt, als Ziel ausgewählt. Der ausgewiesene Fernradweg führte uns auf bestens präparierten Radwegen ins nortwestlich gelegene Herrieden im Landkreis Ansbach. Nach kurzer Stadtbesichtigung und Mittagspause - gestärkt mit Fränkischer Bradwurst - verlief die Rückfahrt teilweise abseits der vorgesehenen Route durch Fränkische Hügelland.


Am Mittwoch stand der Brombachsee auf dem Programm. Leider konnte unser Radl-Freund Schorsch Wack uns bei der Besichtigung des "Überleiters" nicht die Details zu dem vor ca. 30 Jahren erbauten "Wunderwerk der Technik" erklären, so dass hier nur kurz eine Erläuterung der Funktion erfolgt: Der 8,7 km lange Überleiter verbindet den Altmühlsee mit ca. 4 m tiefer gelegenen Kleinen Brombachsee. Kernstück ist ein Stollen von 2,7 km Länge. Im Überleiter fließt das im Altmühlsee zwischengespeicherte Hochwasser zum Brombachsee. Auf dem Foto haben wir uns vor der gewaltigen Fräse des Vortriebs verewigt.Fräse ÜberleiterFräse Überleiter

Auf dem Damm zwischen Kleinem und Großem Brombachsee sind wir auf das Nordufer geradelt, um das Hopfengebiet und den dortigen Mittelpunkt, die Stadt Spalt mit ihrer bekannten Brauerei, kennenzulernen.
Nachdem wir uns in einem urigen Gasthof mit Speis und Trank gestärkt hatten, begaben wir uns auf die Rückfahrt durch das Spalter Hügelland, das uns mit einigen 10 und 12%igen Steigungen einiges abverlangte. Auf einem Teil dieser Strecke wurde vor ca. 30 Jahren die Deutsche Meisterschaft der Profi-Radfahrer ausgetragen. Das sonnige Wetter entschädigte jedoch für die Strapazen.
Der Donnerstag begann bereits wolkenverhangen und trüb, so dass wir beschlossen, uns nicht allzuweit vom Standort Gunzenhausen zu entfernen. Wir entschieden, das uns bereits von den vorangegangenen Tagen bekannte Städtchen Ornbau zu besuchen, um die historische Steinbrücke sowie das Storchennest auf dem Dach eines am Marktplatz und der Kirche gelegenen Hauses zu bestaunen. Leider war es mit der Sonne vorbei und wir schafften es noch soeben kurz vor dem Regen einen schönen Landgasthof in Mörsach zu erreichen. Es blieb uns jedoch nichts anderes übrig, als die Hemfahrt in leichtem Nieselregen anzutreten, so dass dieser Tag kilometermäßig unter unserem Durchschnitt lag.

Den Freitag, als letzten Tag unerer Woche konnten wir wiederum bei sonnigem Wetter mit der Fahrt nochmals zum Brombachsee und dessen Umrundung angehen. Hierbei überquerten wir von der Nordseite die Brücke über den Igelsbachsee und weiter über den Damm zwischen kleinem und großem Brombachsee zur Südseite und dort weiter auf dem Altmühl-Radweg zurück nach Gunzenhausen. Nach dem ausgiebigen Abendessen im Hotel besuchten wir zum Abschluss noch die Altstadt in Gunzenhausen mit dem Genuss eines üppigen Eisbechers beim Italiener.
Am Samstag war die Rückreise angesagt, wobei Rudi Wimmer, Hans Seelos, Schorsch Gasteiger und Herbert Brunnhofer sich mit den Rädern zum Bahnhof begaben und Rudi Heinen seinen Mini mit dem Gepäck und seinem Rad belud. Gegen Mittag hatten wir alle nach einer Woche ohne Pannen und Stürze wieder unser schönes Dachau erreicht. Alle waren sich einig: Nächstes Jahr folgt die Fortsetzung unserer Radsportwochen, wohin? Die Planung hierfür wird nicht lange auf sich warten lassen.

Weitere Fotos werden in Kürze im Bilderarchiv des Vereins zu sehen sein.